Ob nach einem schweren Unfall, einer Herz- oder einer anderen Operation - es werden Blutkonserven gebraucht. Allein für die Versorgung der Patienten der drei Häuser des Eichsfeld-Klinikums in Reifenstein, Heiligenstadt und Worbis sind jedes Jahr 2.500 bis 3.000 Konserven nötig, sagt Klaus Brand. So haben er und seine Mitstreiter alle Hände voll zu tun, immer wieder neue Spender zu gewinnen und Termine in den Städten und Dörfern der Region zu organisieren. Allein im vergangenen Jahr waren die Teams 138 Mal im Einsatz. In der Regel haben 95 Prozent der freiwilligen Spender bereits Routine, nur fünf Prozent sind Erstspender. Und meist sind es Männer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. | 
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Warum die Zahl der Frauen so niedrig ist, vermag Klaus Brand nicht zu sagen. "Vielleicht ist es Angst. Doch es ist gar nicht schlimm", ergänzt Brand, um den Damen Mut zu machen. Spenden kann übrigens jeder ab 18 Jahre. Eine Altersbegrenzung, die früher bei 69 Jahren lag, gibt es nicht mehr. "Vor Ort entscheidet der Teamarzt, ob eine Teilnahme möglich ist", erklärt der DRK-Mitarbeiter. Nach wie vor wird bei seiner Organisation die Blutspende nicht bezahlt. Im Eichsfeld sei das auch noch nie anders gewesen, sagt Brand. Die meisten Frauen und Männer kämen aus Überzeugung, und ihr Ansinnen sei ganz einfach, anderen zu helfen. So sei es keine Seltenheit, dass manche schon über 25 Mal ihren "Lebenssaft" zur Verfügung gestellt haben. Einer der Orte, in denen die Aktionen immer gut laufen, ist Uder. Im Durchschnitt kommen hier zu einem Termin - vier bis fünf gibt es pro Jahr - rund 80 Spender. In Leinefelde kann jeden Monat gespendet werden, genutzt wird das Angebot meist von rund 30 Frauen und Männern. "Und auch im Heiligenstädter Callo-Haus ist die Resonanz gut", sagt Brand. 500 ml Blut werden den Spendern jeweils abgenommen, wobei Frauen vier, Männer sechs Mal pro Jahr spenden können. Alles in allem ist Brand zufrieden mit der Bereitschaft. Doch Erstspender sind natürlich stets willkommen, insbesondere in der Urlaubszeit, denn da gibt es erfahrungsgemäß immer einen Rückgang der Teilnehmer. "Wir überbrücken das, indem wir in dieser Zeit noch mehr Termine als sonst bieten", erklärt der Mann vom Eichsfelder Kreisverband des Roten Kreuzes. Er nutzt die Gelegenheit, um sich bei den Teams, Spendern und den ehrenamtlichen Helfern zu bedanken. Denn ohne Letztere wären die vielen Blutspendeaktionen nicht möglich. Zwischen vier und acht Engagierter bedarf es jedes Mal, denn die Spender müssen betreut und mit einem Imbiss versorgt werden. Sehr aktiv sind neben den Uderanern beispielsweise die Bernteröder, die nicht nur im eigenen Ort helfen, sondern auch in Niederorschel und Deuna. Zugute kommt dem DRK, dass es nicht für die Räume zahlen muss, die für die Spendenaktionen gebraucht werden. So stellt der Landkreis diese in Schulen zur Verfügung, Feuerwehren oder Sportvereine bieten ihre Domizile in den Dörfern ebenfalls an. |